Meditation


"Wushi"

Ein Wort, das die Zen-Leute gern statt "Meditation" verwenden, ist "wushi".

Das bedeutet "nichts Besonderes" oder "nicht viel Wind machen".

Osho, das Orangene Buch S.68


Wie schön! Einfach nur dazusitzen, innerlich still zu werden und sich bewusst zu werden: Die Gedanken, Gefühle und inneren Bilder kommen zur Ruhe, ich atme und schlage Wurzeln in mir selber.

 

Um das „innerlich Stillwerden“ zu üben, beginnen Sie mit einer scheinbar ganz einfachen Position, dem „Stillsitzen“. Nehmen Sie dafür eine bequeme Sitzhaltung ein, am Boden mit Hilfe eines Kissens oder auf einem bequemen Stuhl. Versuchen Sie, dabei den Rücken gerade zu halten, so dass Kopf, Hals und Rücken in einer Linie verlaufen.  Der nächste Schritt besteht in der Beobachtung der Atmung. Nehmen Sie den Moment der Einatmung wahr, dann die Atemfülle, den Moment der Ausatmung, dann die Atemleere. Gedanken, Erinnerungen, Bilder mögen auftauchen, der Geist möchte abschweifen, all das ist normal. Werden Sie sich dessen bewusst und versuchen Sie, wieder zur  Beobachtung der Atmung  zurückzukehren.  Lassen Sie die Atmung dabei ganz natürlich geschehen.  Es reicht, wenn Sie mit fünf Minuten pro Tag beginnen, und es auf etwa zwanzig Minuten pro Tag ausdehnen. Die Atmung ist der Anker.
Bleiben Sie beständig ohne etwas zu erzwingen. Dieses tägliche Stillsitzen und Stillwerden ist ein Weg nach innen, zu Ihrem körperlichen und mentalen „Innenraum“ eine Möglichkeit Kraft, Inspiration und Gelassenheit in sich selbst zu finden und aus einem klaren Geist heraus zu handeln.

“Schaue nur, beobachte und zentriere dich im Beobachten. Wenn du dort hinkommst, ist alles total - nirgends sonst. Und erst dann ist alles und jedes Erfüllung - nie vorher. Meditiere, wenn du das Gesicht deines Geliebten anschaust. Wenn du Blumen liebst, dann meditiere vor der Rose; versenke dich in den Mond, oder was immer dir lieb ist. Wenn du gern isst, meditiere beim Essen.“

Osho, das Orangene Buch S.75